Littérature médiévale

Katharina GEDIGK

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Mme Katharina GEDIGK

Assistante

+41 22 379 78 12
Courriel


Bureau: 

Comédie 101 (12, Bd des Philosophes)

Réception: 

sur rendez-vous.

Descriptifs des enseignements 2021-2022:

Semestre d'automne 2021:

32D0249_Introduction à la littérature et culture allemandes médiévales.pdf

Semestre de printemps 2022:

32D0255_Weltliche Lyrik des Spätmittelalters.pdf

32D0257_Wege des Liebesromans im 13. Jahrhundert: Rudolfs von Ems, Willehalm von Orlens‘.pdf

32D0258_Lire et traduire.pdf

Curriculum vitae:

CV Katharina Gedigk (avril 2021).pdf

Liste de publications:

Liste de publications Katharina Gedigk (avril 2021).pdf

Projet de thèse:

"Sehen und Erkennen. Exemplarische Spiegel als Medium der Erkenntnis in höfischen Romanen des 12. bis 14. Jahrhunderts"

Directeur de thèse:   Prof. Dr. René Wetzel

Co-directeur:               Prof. Dr. Hartmut Bleumer

Présidente du jury:    Prof. Dr. Yasmina Foehr-Janssens


Résumé:
 
Das Projekt stellt den Spiegel als Vorstellungsbild in den Fokus und wie es sich in erzählenden Texten des Mittelalters manifestiert. Dabei fragt es nach der Funktion, die der Spiegel in Form einer Metapher oder als Analogie im Text und über diesen hinaus erfüllt, sodass auch die Rezeption berücksichtigt wird. Das ausgewählte Textcorpus besteht aus exemplarischen höfischen Romanen des Untersuchungszeitraums – Hartmanns von Aue Erec, Rudolfs von Ems Willehalm von Orlens und Johanns von Würzburg dem Wilhelm von Österreich als späterem Vertreter der Textsorte.

Um das Vorstellungsbild in seiner Wirkmacht zu erfassen, zeichnet das Projekt die historische Kategorie ‚spiegel‘ nach, sodass ausgehend vom materiellen Objekt Eigenschaften, Benutzungszusammenhänge sowie Erwartungshaltungen deutlich werden, die eine Verwendung als Metapher oder Analogie bedingen. Der eigene Blick und der Blick der Anderen spielt dabei eine wichtige Rolle und zeigt, wie sehr der Untersuchungszeitraum der Visualität verpflichtet ist. Außerdem wird ersichtlich, dass mit dem Spiegel und Spiegelungen nicht nur das Sehen, sondern auch das Erkennen verknüpft ist. Besonderes Augenmerk liegt in den Werken auf den Figuren und ihren Wahrnehmungs- und Erkenntnisprozessen, die zum Teil den Rezipienten in einer Art ‚Als-Ob‘-Handeln vorbilden, wie sie selbst agieren sollen. So wird ein didaktischer Anspruch vermittelt, der sich mithilfe der Sichtbarmachung von Spiegelungsphänomenen in den Texten greifen lässt. In wie weit damit das Buch selbst als ‚Spiegel‘ verstanden werden kann, will das Projekt prüfen.

Zum Zug kommen dabei klassische literaturwissenschaftliche Methoden wie Hermeneutik und close-reading, die mit kulturwissenschaftlichen Herangehensweisen aus der kognitiven Metaphorologie, Sozial- und Kulturgeschichte, Epistemologie und Begriffsgeschichte kombiniert werden. Durch dieses Zusammenspiel soll es ermöglicht werden, Rückschlüsse auf die Wissensvermittlung in mittelalterlichen Erzähltexten zu ziehen und durch die Betrachtung des Spiegels als universell analogisierbarem Vorstellungsbild einen Beitrag zur Erforschung der Denkprozesse des mittelalterlichen Menschen und somit zur Kulturgeschichte zu leisten.

 


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